Naturstoff-Ratgeber

Oregano (Origanum vulgare)

Oregano, der als „Wilder Majoran“ (Origanum vulgare) bekannt ist, steht im Ruf, ausgezeichnete antibiotische und antimykotische Eigenschaften zu besitzen. Die Pflanze, die in den Bergen der Mittelmeerregionen beheimatet ist, wird in der chinesischen Medizin schon seit Jahrhunderten zu Heilzwecken eingesetzt. Eine Studie aus dem Jahr 2008 konnte sogar zeigen, dass Oregano-Öl eine kraftvolle antimikrobielle Wirkung gegen MRSA entwickeln kann (Paddock 2008), während in-vitro eine höhere Effektivität als bei 18 anderen, antibiotisch wirksamen, Stoffen gezeigt werden konnte.
Mitverantwortlich hierfür ist neben den in Oregano enthaltenen Polyphenolen, vor allem Carvacol, des auch in Thymian, Winter-Bohnenkraut und Sommer-Bohnenkraut vorkommt.
Die starken anti-oxidativen, antimykotischen, anti-viralen und antibakteriellen Eigenschaften machen aus Oregano ein sehr vielseitig einsetzbares Naturheilmittel, welches gerne in Kombination mit Kokosöl eingenommen wird.

Wirkung von Oregano auf einen Blick

Candida albicans

  • wirkt gegen multiresistente Stämme
Quellen:

Paddock, C., 2008  Himalayan Oregano Effective Against MRSA. In: Medical News Today. 24. November 2008

Leaky Gut-Syndrom

  • anti-inflammatorisch
Quellen:

Paddock, C., 2008  Himalayan Oregano Effective Against MRSA. In: Medical News Today. 24. November 2008

Darreichungsformen und Anwendung von Oregano

Oregano kann in folgender Form dargereicht werden:

Extrakt in Kapseln

Tabletten

Flüssigextrakt

Tee

ätherisches Öl

Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten beachten

Naturstoffe können Nahrungsmittelallergien auslösen, die entzündliche Prozesse im Körper verursachen. Diese allergischen Reaktionen können die gewünschte therapeutische Wirkung des Naturstoffes negativ beeinflussen.

Über einen Nahrungsmittelallergie-Test kann dies vor der Anwendung abgeklärt werden.
Hier gibt es mehr Informationen.

CAVE!

Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten die zusätzlich blutverdünnenden Eigenschaften von Oregano beachten.

Anwendungsbeispiele

Oregano-Tee

Herstellung aus getrockneten Blättern (ganze Blätter oder grob zerkleinert; über das Internet erhältlich) oder blühendem Kraut.

Der Geschmack ist recht würzig und auch etwas bitterherb.

Eigenschaften: 

Oregano soll hustenlindernd sein und schleim- und krampflösende Eigenschaften haben; er soll gegen Appetitlosigkeit wirken und die Verdauung und die Gallenproduktion anregen und damit auch ein wirksames Mittel gegen Blähungen und Verstopfung sein.

Zubereitung:

  • 1-2 TL Oreganoblättertee  pro 250 ml kochendem Wasser
  • ca. 10-12  Minuten ziehen lassen, abseihen
  • Der Tee kann gesüßt oder ungesüßt genossen werden.

Gegen Husten mehrmals täglich in gesüßter Form trinken. Bei Verdauungsbeschwerden ungesüßt nach den Mahlzeiten zu sich nehmen. Der Tee kann auch zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund-Rachenraum sowie bei Hals- und Zahnschmerzen eingesetzt werden.

Oregano-Smoothie

Einige Zweige frisches Oreganokraut in einem grünen Smoothie mitverarbeiten. Der Geschmack erinnert sehr an die italienische Küche. Grüne Smoothies aus Früchten, grünem Blattgemüse und Wasser schmecken köstlich und liefern hochkonzentriert Vital- und Nährstoffe.

Oregano als Gewürz
  • Oregano sollte lange mitgegart werden, da das Kraut den stärksten Geschmack beim Kochen entfaltet. Es eignet sich für Tomatensaucen, im Salat oder als Pizzagewürz. Auch zu Bratkartoffeln, Rührei oder Grillfleisch kann es eingesetzt werden.
Phyto-Extrakte als Alternative

Es empfiehlt sich die Naturstoffe über einen Zeitraum von mindestens 8-12 Wochen anzuwenden. Der Aufwand für eine dauerhafte Anwendung kann sehr zeitintensiv sein und es ist nicht einfach den Wirkstoffgehalt bei den selbst zubereiteten Anwendungsmöglichkeiten zu dosieren und kontrollieren.

Individuelle Phyto-Extrakte, die die verträglichen Naturstoffe passend zum gewünschten Behandlungsziel enthalten, können daher eine sehr gute Alternative sein. Erfahren Sie mehr über Phyto-Extrakte.

Studien zur Wirkung auf Candida albicans

ätherisches Oregano-Öl hemmt das Wachstum von Candida albicans

Diese Studie untersucht untersucht die antimykotischen Eigenschaften von Oregano-Öl. Es konnte nachgewiesen werden, dass durch die Gabe von Oregano-Öl das Wachstum con Candida albicans gehemmt wird.

Außerdem untersucht die Studie die therapeutische Wirksamkeit von Oregano-Öl bei Formen von systemischen und oberflächlichen Pilzinfektionen.

Mol Cell Biochem. 2001 Dec;228(1-2):111-7. Antifungal activities of origanum oil against Candida albicans

Candida albicans wirkt empfindlicher auf ätherische Öle als auf andere Medikamente

Diese Studie untersucht die aus aromatischen Pflanzen gewonnenen Öle auf ihr breites Wirkungsspektrum, einschließlich der antimykotischen Eigenschaften. Unter anderem hemmt Oregano-Öl das Wachstum und die Aktivität von Candida albicans.

Darüber hinaus beeinflußt das ätherische Öl hauptsächlich die ZEllwand und die Membran des Hefepilzes.

J Appl Microbiol. 2016 Dez; 121 (6): 1530-1545.  doi: 10.1111 / jam.13282.  Epub 2016 24. Oktober

Studien zur Wirkung auf das Leaky Gut-Syndrom

Äethrisches Oregano-Öl kann die Morphologie  des Darms verbessern

Ätherisches Oregano-Öl ist eine komplexe Mischung, die etwa 32 Komponenten in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten. Carvacrol (81,92%) ist die Hauptkomponente des ätherischen Oregano-Öls. Das Öl wird schon lange zur Verbesserung der Gesundheit von Tieren verwendet. Besonders die Darmgesundheit ist hier wichtig, da das Oregano-Öl antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkungen aufweist.

 

Zou Y, Xiang Q, Wang J, Peng J, Wei H.Oregano Essential Oil Improves Intestinal Morphology and Expression of Tight Junction Proteins Associated with Modulation of Selected Intestinal Bacteria and Immune Status in a Pig Model. Biomed Res Int. 2016;2016:5436738. doi: 10.1155/2016/5436738. Epub 2016 May 29.

 

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